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Das „Programme for International Student Assessment“ (PISA) erfasst weltweit Schülerleistungen und vergleicht diese international. Initiator des Programms ist die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung).
Im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) hat das neu gegründete Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) an der TU München das nationale Projektmanagement für PISA 2012 in Deutschland übernommen. Das wissenschaftliche Projektmanagement obliegt Prof. Dr. Manfred Prenzel.
Die drei untersuchten Kompetenzbereiche in Naturwissenschaft, Lesen und Mathematik sind ein zentraler Bestandteil lebenslangen Lernens. PISA stellt das Leistungsniveau der Jugendlichen fest, liefert Informationen über Ergebnisse des Lehrens und Lernens in den Schulen und zeigt Entwicklungen im Bildungssystem auf. Dabei ist weniger die Übereinstimmung der Testaufgaben mit den Lehrplänen der teilnehmenden Länder von Bedeutung als die Erfassung von Basiskompetenzen in verschiedenen Anwendungssituationen. Das Grundbildungskonzept, von dem PISA ausgeht, ist also funktionalistisch: 15-jährige Schülerinnen und Schüler sollen in möglichst authentischen Aufgaben ihre in der Schule erworbenen Kompetenzen anwenden.
So werden die Befunde der fünften PISA-Erhebung (2012) Einblicke ermöglichen, inwieweit sich die im Anschluss an PISA 2003 in Angriff genommenen Veränderungen des deutschen Bildungssystems und die realisierten Förderprogramme in Bildungserträgen abbilden. Außerdem sind durch die Analyse wichtige Erkenntnisse zu den Bedingungen des Kompetenzerwerbs zu erwarten.
Im Mai 2011 haben mehr als 100 Schulen in vier deutschen Bundesländern einen Probelauf mit einer Reihe neuer Pisa-Aufgaben durchgeführt. Aus diesen Aufgaben werden international diejenigen ausgewählt, mit denen im Frühjahr 2012 die nächste Hauptuntersuchungsphase stattfinden wird.
